Mit ‘Zeit’ getaggte Beiträge

Zeitweise

Veröffentlicht: Mai 20, 2017 in Gedichte aus dem Hut
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Zeit verfliegt
Stunden werden Minuten
und der Wind bläst
draußen vor dem Fenster

Ich höre Stimmen
innere Stimmen die lesen
leise für sich
und der Ganz mit all seinen Besuchern

Ortswechsel haben den Vorteil
wo anders sein zu können
temporär
für einige Zeit
ein wenig
andere Lust zu schnuppern

Ich spazierte durch
die hängenden Gärten von Babylon
und durch schlug mich durch den Dschungel
bis hin zum Maya-Tempel
aber nichts war so schön
wie der Geschmack deiner Lippen,
die ich in meinem Geist küssen durfte

Ich war Körper
und wurde Geist
zeitlos
immer
und fügte mich wieder ein
im hier und jetzt
irgendeiner Gegenwart

Der Wind weht
Vögel hört man keine
aber die Fenster sind auch zu
nur das Saxophon
und die Dire Straits tönen aus dem Youtube

I am going out
the time has come

Dunkelheit

Veröffentlicht: April 19, 2017 in Gedichte aus dem Hut
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burn motherfucker
burn!!
tausend Jahre
tausend Leichen
schwimmen im Ozean des Lichts
warum auch immer?
frag ich mich
warum auch immer?

Alles ist leer
alles ist dunkel
meine Gedanken kreisen
um nichts
alles ist leer
alles ist dunkel
meine Gedanken
stoppen niemals
alles ist verschwommen
nicht vor, sondern
hinter meinen Augen
alles ist
wie es ist

das einzige
was ich verändern kann
ist die Wahrnehmung
und dann?

noch mehr Verschwommenheit
noch mehr
von allem
Gehirnwichsen
alles wird schwer
Katerstimmung
alles
wird
langsam

und dann ist es aus
für einige Sekunden
ich freue mich
und merke
wieder geht alles wieder
irgendwelcher wegen
so wie immer
nur noch die Musik erinnert
an etwas das nie war
was nie hat sein können

nur ein Traum
gewachsen aus Lord Vishnus Bauchnabel
eine andere Welt
in einem anderen Universum
und dann?

meine Gedanken realisieren
das Jetzt
das Hier
die Musik
den Schmerz
und das Leben
und nichts

nichts kann mehr verändert werde

Das Leben
unendliche Weiten
nicht programmierbar
nicht

Hier wirkte alles
so bedrohlich
als die Menschen
draußen die Autotüren knallten
in der Stille
des kurzfristig abwesenden Verkehrs

dann wieder Verkehr
schrecklich grollend laut

und wieder Stille

in der Dunkelheit der Nacht

tönen noch Autos
kurz nach Anbruch

Kinder spielen
so klingt es
Kinder spielten
so klang es
bevor sie langsam zu Bett gingen

wieso die
um diese Zeit noch draußen sein durften
stellte sich als Frage
in den Raum
in der Zeit
in die Zeit

auch Erwachsene sind zu hören
und immer noch Kinder

die Bedrohung verflog
augenscheinlich
vielleicht
vielleicht erst vorerst

nur nicht
der Verkehr

Veröffentlicht: August 11, 2016 in Gedichte aus dem Hut
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Select
and start to write
oder so
stand am Anfang

Von allem
vielleicht
auf jeden Fall
an diesem

am Anfang
war der Anfang
vom Anfang

anfänglich
war es am Anfang
anfangs

und am Anfang
fing es auch an … … …

Nacht

Veröffentlicht: August 9, 2016 in Gedichte aus dem Hut
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Die Nacht ist dunkel
draußen vor dem Fenster
in den von Licht
versteckten Fenstern

Drinnen scheint Licht
über die Stellen
von denen die Dunkelheit
verdrängt wurde

Stimmen ertönen
aus dem Dunkel
von unten
von der Straße

In den Hinterhöfen
spielen Kinder
Menschen rufen
Autos fahren

Eine Glocke läutet in der Ferne
vielleicht zu einer abendlichen Messe
Das Umspannwerk arbeitet fröhlich dahin
Wenn alles leise sein sollte

Aber auch die Waschmaschine geht
verbreitet Lärm aus dem inneren
der Wohnung in einem der Häuser
in der nächtlichen Siedlung

Geräusche sterben nie
wenn einer da ist sie zu hören
und wahrscheinlich auch dann
ertönen sie noch immer – ungehört

Die Nacht bleibt dunkel
bis zu Tagesanbruch
sucht jeder eine Mütze Schlaf
um Energie zu tanken

Wenn der Tag anbricht
wird es langsam hell
Dunkelheit wird
in Lauerstellung getrieben

Wartend bis zu nächsten
Nacht
um wieder
die Oberhand zu haben

Stimmen kommen
und gehen wieder
in ihrer Abwesenheit
hört man auch

Hotelzimmer

Veröffentlicht: Juni 2, 2016 in Gedichte aus dem Hut
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Das schönste im Leben:
sind Hotelzimmer
in Ländern deren Sprachen
man nicht versteht.
Man spricht: Ja (vielleicht)
(vielleicht) danke
(vielleicht) Guten Tag
oder wiederholt
was die anderen sagen
von dem man glaubt
es wäre ein Gruß
,aber ansonsten,
gibt es keine Verpflichtungen.
Scheiß drauf,
wies im Zimmer ausschaut,
wenn du rausgehst kannst es
hinter dir lassen und
bleibst du drinnen dann
is auch schon wurscht.
Aber das schönste:
es ist immer wie
in einer anderen Zeitzone
einer fremden Dimension
in der man weit weg ist
von allem was man sonst
im Alltag ‚Alltag‘ nennt.
Some meditation
some writing
and tv you don’t understand
and don’t care about it
but you watch it anyway
und zwischendurch
zwischendurch in der Zone
kann man sitzen
und schreiben
denn die Zeit existiert nicht
weshalb man genügend davon hat

Dinge im sitzen zu tun
ist wesentlich angenehmer als
Dinge im stehen zu tun
aber auch im liegen, denn
im liegen kann ich sehr schlecht
essen, zum Beispiel, denn
dann habe ich immer das Gefühl
,dass mein Brustkorb so blöde
zusammengedrückt ist und ich
kaum schlucken kann, aber
eigentlich weiß ich nicht
warum ich das hier schreibe
denn eigentlich ist mir so ziemlich
egal wie ich etwas schreibe
esse, oder sonst was
denn ficken geht halt auch
im liegen und eigentlich
liege ich dabei lieber
am Rücken und tue nichts.
hä hä hä
Schreib geht eigentlich
e auch, aber keine Ahnung
leckt mich alle am Arsch
wieso sollte ich meine Verse
denn überhaupt mit Sinnhaftigkeit
füllen wenn ich doch jeden Scheiß
da reinpacken und keiner
was dagegen tun
und auch tun kann
so kann ich das einfach in die
länge ziehen
solange ich will
🙂
😛
sogar mit seelenlosen emojis
oder wie diese Scheißdinger heißen
und wenn ich weggehe
vom PC bzw Laptop
und dieses Bild einfach offen
lasse, dann merkt keiner, dass
ich mit nichts
das Gedicht einfach so in
die Länge ziehe

Aber vielleicht morgen wieder
etwas sinnvolles
wenn ich nicht müde bin
oder nüchtern

Abends

Veröffentlicht: Mai 25, 2016 in Lyrik allgemein
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hello world
it’s me again
i’m sitting here on my couch

latop is blocking
the sight of the turned off
televisiondevice
(both devices, actually)

Zeitsprung in eine andere Sprache
zu einer anderen Zeit
in der Gegenwart
,der Zukunft der Vergangenheit,
auf der eingeschlagenen Zeitlinie
vor der eigenen Zukunft stehend
(in der Gegenwart, versteht sich,
die sich immer allgegenwärtig befindet,
warum auch immer)

Jetzt schauen mich auch noch die
Bilder an. Still,
beobachten sie mich
ihre gesichts-
und gesichtslosen Blicke
starren still vor sich hin
mich an

Nur die Vögel sind zu hören
wie sie zwitschern
und irgendwelche Lieder singen
die ihnen zur Kommunikation dienen

Die Sonne geht unter
es ist Abend und die Hebebühne
hebt stetig weiter

C u at night dear
we can sing and dance
we can still enjoy the night
after the day has left us

Zu Hause sitzend und schreibend
verbringe ich meine Zeit
leider viel zu selten deshalb
gehe ich ins Café
oder sonst wohin
um mich nicht abzulenken oder
so etwas zu produzieren was
ich eigentlich nicht produzieren
will, weil … nun ja,
boring, aber ich meine
who the fuck
cares except…
halt jeder der das liest
DU! bzw
IHR
Danke fürs lesen
Jemals etwas beobachtet
, dass von irgendwo runtergefallen
ist und ihr einfach keine Lust gehabt habt
zu reagieren und es aufzuhalten
obwohl ihr konntet
who gives a fuck

Coming home
drinking whiskey
the cheap one, coz its not the day
4 the good one
kein Wein
kein Bier
nur Schnaps und
das Schlimmste

So begann ich
banging on that bongos
like a chimpanzee
oder
auch
nicht

In irgendeiner Zeit war
das auch einmal
notwendig, oder vielmehr
Kult
nichts zu verdienen
um es für Weiber auszugeben
oder andersrum?
oder um es einfach …
pistol on the little finger
sag ich da nur
keine Serien mehr auf MTV

Hätte ich einen Fernseher
Hätte ich ein Haus
Hätte ich ein Radio
ginge ich raus
in the Wald um dort
diese mir
aus den Finger gesaugten Verse
zu erdenken
ersaugen
er…
er kann mir dabei auch nicht helfen
nicht der Whiskey
der hilft immer
ich mein den Hut
der der mir immer beim Denken hilft
geholfen hat und helfen wird
der Hut den ich gar nicht habe
den ich jahrelang wie
einen imaginären Freund gepflegt habe
der imaginäre Freund der krank im Bett liegt
der der Besuch von imaginären Ärzten bekommt
der der immer röchelt und mich nachts nicht schlafen lässt
der der immer fragt: wo ist meine Suppe
und du ihm einfach nicht geben kannst was er will
der der mich aus der Haut fahren lässt weil er irgendwas von mir will
der der immer meinen Namen flüstert wenn ich gerade ficke
aber ich schweife ab
immerhin ist es nur ein einfacher Hut
der still daliegt und mich beobachtet

aber so ändern sich die Zeiten
früher war ich dabei nochirgendwas
zu schreiben und jetzt
jetzt koche ich Suppe

Manches ist verschieden
ein Kasten und ein Stuhl
ein Boden und eine Topfpflanze
aber alles haben diese Dinge
immer noch gemeinsam
sie treffen aufeinander in
der Sinnlosigkeit meiner Zusammenhänge
die ich nur füge um fügen zu können
aus dem einfach Grund der Fügung
die mich langweilt

heute so
morgen anders

Wartend

Veröffentlicht: Dezember 1, 2015 in Gedichte aus dem Hut, Lyrik allgemein
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Zuhause sitzend und wartend
wann die Geliebte doch endlich
wieder nach hause kommt

Zuhause sitzen und sich die Zeit vertreibend
wann er doch endlich
ihr was gutes zum Essen machen durfte

Immerhin arbeitete sie hart
während er nur zu Hause saß
und sich die Zeit mit Planungen vertrieb

Pläne zum Essen, zum Putzen, zum Arbeiten
in dem von ihm abgesteckten Rahmen
der eigenen vier Wände

Er träumte den Tag vor sich hin
In Visionen der Götter und der Zeit
hinter verschlossenen Augen

Geschichten im Zeitplan des Auges
Das Auge der Zeit im Fuhrwerk
des gewünschten Fortbewegungsmittels

Sie kam nicht und er
driftete immer weiter ab
in visionäre Halluzinationen

Immerhin war er müde
So konnte er seinen Geist nicht bändigen
der selbstständig eigene Geschichten spinnte

So blieb er sitzen, träumend,
und wartete die zeit ab, der er
beim Vergehen zusehen durfte