Mit ‘vision’ getaggte Beiträge

Über die Welt

Veröffentlicht: Mai 30, 2017 in Gedichte aus dem Hut
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Die ganzen Gärten
alles
liegt unter meinem Niveau
wortwörtlich
sprichwörtlich
nicht
denn die Natur
gewinnt immer
gegen mich
dich
uns
alles
die gesamte Menschheit
spätestens
wenn wir tot sind
und
der nächste Baum
auf unseren Gräbern wächst

Wir sind Baum
die Welt ist Baum
alles Leben ist Baum
das gesamte Sein
ist Yggdrasil
glaube ich
wo auch immer
wir gerade sind
unter
oder aber
der Erde
ein welkes
Blatt
dass zu Boden fällt
im Äther

Der Berg steht
und ich Welt schwebt
Vögel zwitschern
im Raum
über den Autos
der Mensch spricht
laut
und lauter
nichts
ist hier je stumm

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Sitzend sitz ich da
höre dem Rauschen des Kühlschrankes zu
(wenn keine Tastenanschläge zu hören sind)
aus irgendeiner Wohnung dringt Kinderlachen
verdammte Kinder
sie stören mich
aber auch andere
fröhliche Menschen
oder auch die die streiten

vielleicht mag ich einfach keine Menschen
so allgemein
egal ob Alter, Geschlecht, Enthie
totally Misanthrop
alles Wichser

vielleicht brauche ich aber auch nur ein bißchen Stille
die Stimmen aus dem Fernseher sind immerhin nicht echt
Synchronstimmen
hasst man dann die Figur oder den Sprecher
oder einfach nur die Stimme, weil sie gerade jetzt existiert?

Aber wieder: vielleicht brauche ich einfach Stille
so nach der Arbeit
nach dem Rauschen des Verkehrs
nach dem Radio

Autofahren ist lustig
man kann Menschen beschimpfen
die man nicht kennt
die man vermutliche nie kennenlernen wird
und wenn
kann es sein, dass man sie bereits wieder vergessen hat
mann kann sie wegen allem Hassen und Beschimpfen
die ganzen Hurenkinder draußen im Verkehr
Alte, Junge, Große, Kleine, Frauen, Männer, Schwarze, Weiße, Fette, Schlanke
die ganze Palette
alles nur Hurenkinder
und dann steigt man aus
schließt die Autotüre
und grüßt jemanden den man schon lange nicht getroffen hat
mit Freude
manchmal gehen einem die anderen nur temporär auf’m Oasch
die Wichser da draußen im Verkehr
dann steigt man aus
schließt die Autotüre hinter sich
und freut sich darauf nach Hause zu kommen
etwas zu essen und die Stimmen im Fernseher freiwillig und mit gottgleicher Macht
einfach ausschalten zu können wenn sie zu laut und zu durcheinander werden
und dann freut man sich auf den Schlaf
denn dort ist es still, bis zum nächsten Tag

Wartend

Veröffentlicht: Dezember 1, 2015 in Gedichte aus dem Hut, Lyrik allgemein
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Zuhause sitzend und wartend
wann die Geliebte doch endlich
wieder nach hause kommt

Zuhause sitzen und sich die Zeit vertreibend
wann er doch endlich
ihr was gutes zum Essen machen durfte

Immerhin arbeitete sie hart
während er nur zu Hause saß
und sich die Zeit mit Planungen vertrieb

Pläne zum Essen, zum Putzen, zum Arbeiten
in dem von ihm abgesteckten Rahmen
der eigenen vier Wände

Er träumte den Tag vor sich hin
In Visionen der Götter und der Zeit
hinter verschlossenen Augen

Geschichten im Zeitplan des Auges
Das Auge der Zeit im Fuhrwerk
des gewünschten Fortbewegungsmittels

Sie kam nicht und er
driftete immer weiter ab
in visionäre Halluzinationen

Immerhin war er müde
So konnte er seinen Geist nicht bändigen
der selbstständig eigene Geschichten spinnte

So blieb er sitzen, träumend,
und wartete die zeit ab, der er
beim Vergehen zusehen durfte

In der höhle der wildnis

Veröffentlicht: Januar 19, 2013 in Lyrik allgemein
Schlagwörter:,

Der weg nach innen kommt schwer
Lässt die wegesrinne dich entscheiden
Oder lässt sie’s nicht,
Till
Till?
Till!
streift durch wälder
In der wildnis der ferne
Auch wenn es
In die muschi spielt
Lässt der bieber
Sich nicht lenken.
Aufgrund der
Perspektivenverschiebung