Mit ‘Poesie’ getaggte Beiträge

Über die Welt

Veröffentlicht: Mai 30, 2017 in Gedichte aus dem Hut
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Die ganzen Gärten
alles
liegt unter meinem Niveau
wortwörtlich
sprichwörtlich
nicht
denn die Natur
gewinnt immer
gegen mich
dich
uns
alles
die gesamte Menschheit
spätestens
wenn wir tot sind
und
der nächste Baum
auf unseren Gräbern wächst

Wir sind Baum
die Welt ist Baum
alles Leben ist Baum
das gesamte Sein
ist Yggdrasil
glaube ich
wo auch immer
wir gerade sind
unter
oder aber
der Erde
ein welkes
Blatt
dass zu Boden fällt
im Äther

Der Berg steht
und ich Welt schwebt
Vögel zwitschern
im Raum
über den Autos
der Mensch spricht
laut
und lauter
nichts
ist hier je stumm

So neuer Versuch,
Bier ist leer
mein Idee
zu dem Gericht
vorhin
leider auch
und die Lust
dieses zu schreiben
um der Welt
mein Leid zu klagen

Leid gibt es nicht
ein Kleid schon
und das Bier hier sicherlich

Kleid trage ich keines
nie
niemalsnie
weil mir das nicht gefällt
wobei
einmischen Luft
eine kühle Brise
untenrum
im Sommer
wäre doch manchmal ganz fein

So
screw u guys
i am going for beer
later
after that
but before the evening

So for now on
now love no peace no piece
of work
weil es ja vorhin
zerstört wurde durch
durch
durch
durch mein refresh
was ich jetzt sehr bereue

Das war so ein schönes Gedicht
ich mochte es wirklich
aber so wie das Leben nun mal ist
bekomme ich nicht was ich will
oder was ich mag
so in meinem innersten
everytime
raindrops keep falling on my head
whenever I fall in love with the sun
aber wie Kid Ikarus damals schon
sollte man e nicht
ganz so nahe bei der Sonne fliegen

Deshalb sitz ich hier
ganz gemütlich am Boden
mein Laptop ladet
und die Vögel zwitschern
und ich tippe
und höre gerade mal keine Menschen
dann fliegt draußen ein Vogel
Wolken sehe ich noch immer nicht

I think
I gotta go 4 beer

Aber dieses wunderschöne Gedicht von vorhin
wird nie mehr existieren
Leider

Draußen spielt die Musik,
Lissabon
Anfang Mai
Es ist heiß
Es ist 17:23
Ich sitze
mit Boxershorts bekleidet
und nassen Haaren
in meiner Wohnung
Airbnb style
im Schatten
und kühle mich ab
Es wird jeden Tag heißer

Draußen spielt Musik
in der Musikschule gegenüber
wird geübt
fleißig
Tag für Tag

Draußen spielt Musik
verschiedene Instrument
technisch gesehen nicht draußen
üben
und beruhigen
meine geschundene Seele

Die Autos in den gepflasterten Straßen
klingen wie der Wind
der vom Atlantik her weht
oder ist es doch der Wind

Draußen spielt die Musik
noch immer
zum Glück nicht noch eine Tonleiter
Flöten
und allerhand anderes

Draußen spielt die Musik
gleich ums Eck
mitten in Bairro Alto
die Bars
in den engen Gassen
die sich auf den Rausch
der nächsten Nacht wahrscheinlich schon vorbereiten
Ich brauche diesen Lärm nicht
1l Sangria und eine Flasche Porto tawny
und mein Herz ist zufrieden
good to go
good for bed
Rausch ist überall gleich
nichts neues
nie
nie mehr
uninteressant
Der Tag bietet so viel mehr
zu sehen
zu bestaunen
abgesehen von den
toten Tauben die zu faul scheinen
für die Flucht

Überall ein Park
der Schatten bietet

Die Musik wird still
fällt mir auf
ich erinnere mich an den Morgen
als ich gähnend aus dem Fenster sah
und die minderjährige Balletttänzerin
beobachtete ich Creep
bis ich mich wieder umdrehte
anzog und den Tag begann
in der Paderia mit dem Rad an der Wand

In der Nacht
ist es dunkel
aber die Geräusche
enden nicht

lärmende Autos
auf dem Weg
irgendwohin
nach Hause

Reifen
Motoren
und ihre Benutzer

und der Strom
surrt versteckt
in Körperlosigkeit

Dunkelheit

Veröffentlicht: April 19, 2017 in Gedichte aus dem Hut
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burn motherfucker
burn!!
tausend Jahre
tausend Leichen
schwimmen im Ozean des Lichts
warum auch immer?
frag ich mich
warum auch immer?

Alles ist leer
alles ist dunkel
meine Gedanken kreisen
um nichts
alles ist leer
alles ist dunkel
meine Gedanken
stoppen niemals
alles ist verschwommen
nicht vor, sondern
hinter meinen Augen
alles ist
wie es ist

das einzige
was ich verändern kann
ist die Wahrnehmung
und dann?

noch mehr Verschwommenheit
noch mehr
von allem
Gehirnwichsen
alles wird schwer
Katerstimmung
alles
wird
langsam

und dann ist es aus
für einige Sekunden
ich freue mich
und merke
wieder geht alles wieder
irgendwelcher wegen
so wie immer
nur noch die Musik erinnert
an etwas das nie war
was nie hat sein können

nur ein Traum
gewachsen aus Lord Vishnus Bauchnabel
eine andere Welt
in einem anderen Universum
und dann?

meine Gedanken realisieren
das Jetzt
das Hier
die Musik
den Schmerz
und das Leben
und nichts

nichts kann mehr verändert werde

Das Leben
unendliche Weiten
nicht programmierbar
nicht

Die Rückkehr ins Café

Veröffentlicht: März 28, 2017 in Gedichte aus dem Hut
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Im Café ist alles wie immer
Menschen
reden, rauchen
lesen, lachen
ich verstehe
nicht alles
und will auch
nicht immer
alles verschwimmt zu einem
Rauschen
wenn
ich es will vergesse
ich meine Augen
und öffne
das dritte
und tauche ein
in Gespräche
am Nachbartisch
oder einem anderen
höre ein Lachen hier
eine Erklärung da
Politik dort
eine Zeitung wird umgeblättert und
gefaltet weil zu groß

Ich will nichts sehen
bemerke Autos
Fußgänger
Zigaretten
eine Frau die mich
anstarrt
und doch nur in die Leere
welche sich in meiner
Richtung befindet

Im Café ist alles wie immer
die Tische
die Sessel
die Aschenbecher, Speisekarten, Servietten und Teekannen
Draußen scheint die Sonne
endlich regelmäßig

Ich sehe mich um
Blindstellen geht nicht auf Dauer
Ich fühle mich nicht beobachtet
in meiner Rolle als Beobachter
Zuhörer

Im Café ist alles wie immer
und bleibt es auch
vermutlich
bis zum allgemeinen
Rauchverbot oder
einem Umbau

Draußen scheint die Sonne
es ist Frühling
ich
sitze herinnen

Draußen ist es Frühling
ich
sitze herinnen und
überlege hinauszugehen um
den blauen Himmel direkt
zu sehen und nicht nur
durch Vorhang, Scheibe und Geäst
des Baumes, den ich
mit einen Armen nicht erreiche

Draußen ist der Himmel blau
ich
sollte hinaus
denn herinnen ruft das Internet
, das ich draußen nicht habe
und ich stattdessen nervös vermisse

Draußen ist nicht drinnen
wo ich einfach so
nackt auf der Couch
lesen kann und zu Internetpornographie
wechseln wenn mein Gehirn zu müde wird

Draußen scheint die Sonne
irgendwo am Himmel
von meinem Fenster sehe ich sie nicht

Draußen Scheint die Sonne
ich
glaube sie will mir Motivation tanken

Hier wirkte alles
so bedrohlich
als die Menschen
draußen die Autotüren knallten
in der Stille
des kurzfristig abwesenden Verkehrs

dann wieder Verkehr
schrecklich grollend laut

und wieder Stille

in der Dunkelheit der Nacht

tönen noch Autos
kurz nach Anbruch

Kinder spielen
so klingt es
Kinder spielten
so klang es
bevor sie langsam zu Bett gingen

wieso die
um diese Zeit noch draußen sein durften
stellte sich als Frage
in den Raum
in der Zeit
in die Zeit

auch Erwachsene sind zu hören
und immer noch Kinder

die Bedrohung verflog
augenscheinlich
vielleicht
vielleicht erst vorerst

nur nicht
der Verkehr

Die kleine Larve

Veröffentlicht: August 12, 2016 in Gedichte aus dem Hut
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Neuerdings im Bluterguss
schlief die Larve
und ernährte sich
bis sie groß werden würde
und sich von deinem
Fleisch zu ernähren beginnt
noch ist sie klein
die Larve
doch bald
ist sie groß
Blut und Eiter
machen ihr nur noch größeren Appetit
der kleinen Larve
ist einmal durchfressen
wird dein Fleisch keine Zeit mehr haben
sie regenerieren zu können
und sie macht sich über deinen
ihr ausgelieferten Körper her
und dann nimmst du sie
wenn sie groß genug ist
und setzt sie in der freien
Wildbahn aus im Park

Veröffentlicht: August 11, 2016 in Gedichte aus dem Hut
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Select
and start to write
oder so
stand am Anfang

Von allem
vielleicht
auf jeden Fall
an diesem

am Anfang
war der Anfang
vom Anfang

anfänglich
war es am Anfang
anfangs

und am Anfang
fing es auch an … … …