Mit ‘Natur’ getaggte Beiträge

Draußen scheint die Sonne
es ist Frühling
ich
sitze herinnen

Draußen ist es Frühling
ich
sitze herinnen und
überlege hinauszugehen um
den blauen Himmel direkt
zu sehen und nicht nur
durch Vorhang, Scheibe und Geäst
des Baumes, den ich
mit einen Armen nicht erreiche

Draußen ist der Himmel blau
ich
sollte hinaus
denn herinnen ruft das Internet
, das ich draußen nicht habe
und ich stattdessen nervös vermisse

Draußen ist nicht drinnen
wo ich einfach so
nackt auf der Couch
lesen kann und zu Internetpornographie
wechseln wenn mein Gehirn zu müde wird

Draußen scheint die Sonne
irgendwo am Himmel
von meinem Fenster sehe ich sie nicht

Draußen Scheint die Sonne
ich
glaube sie will mir Motivation tanken

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i write poetry
habe ich mir vorgenommen
eine Zigarette rauchend
vor dem Laptop
immer wieder
an der Zigarette ziehend
den Rauch inhalierend
und wieder ausatmend
während die Buchstaben
Verszeile für Verszeile
auf dem Blatt erscheinen
unterbrochen durch die Enter-Taste

die Zigarette verkleinert sich
Zug für Zug
die Asche wird immer wieder
in den Aschenbecher getippt
draußen knallten Kinder mit Krachern
(hoffentlich)
(in der heutigen Zeit weiß man nie)
aber mittlerweile ist alles ruhig
auch die Zigarette
ist mittlerweile ausgeraucht
nur mehr das Geräusch
eines einparkenden Autos
und youtube im Hintergrund
jemand spielt ein Spiel
namens „NO MAN’S SKY“
anscheinend läuft es schon
seit einer Stunde
ohne das es mir aufgefallen war
man hört irgendeine Musik
ohne Gesang
Gitarrenmusik vielleicht?
wenn man hinhört
weil man nachgesehen hatte
was überhaupt im Hintergrund läuft
ein Spiel
wo man den Weltraum erkunden kann
virtuell
eine alternative Realität
wieso ich das überhaupt sehe
weiß ich nicht mehr
es hatte vermutlich einen Grund

ich schalte youtube aus
konzentriere mich nur mehr
auf die Geräuschwelt
neben dem Tippen meiner Finger
auf die Tasten des Schreibdevices

ich höre jemanden der die Galousine
herunterlässt
ich höre Kinder kreischen
wieder ein Auto
das die Stille vertreibt
der Verkehr übertönt den Rest
Stimmen
draußen
vielleicht im selben
vielleicht anderen Gebäude

männliche Stimmen, die auf einem Rad sein könnten
ich könnte aufstehen und nachsehen
den meine Augen sind die Ganze Zeit geöffnet
mit meinen Augen sehe ich
Licht im Dunkel der herannahenden Nacht
Wieder Stimmen

Stimmen hört man hier gut
sie echoen zwischen den Stahlbauten

Das gegenüberliegende Gebäude
kann man sitzend beobachten
aber in die Fenster
sieht man nicht
im richtigen Winkel um etwas genaues zu sehen
was denn dort so passiert
wenn der Fokus
nicht von den eigenen Medien abgelenkt wird

Andere zu beobachten macht Spaß
vielleicht der Beste Grund
in einer Großstadt leben zu wollen
und regelmäßig zu siedeln
damit man andere Menschen
in anderen Fenstern beobachten kann
wenn die vorigen
einem langweilig wurden
Menschen in anderen Wohnung zu beobachten
wenn sie es nicht erwarten
ist irgendwie beruhigend
wie Tiere
in Fernsehdokumentationen

Das hier ist der Mensch
er lebt in Betonkäfigen
dicht neben
ober- oder unter-
anderen Artgenossen
manchmal steht er beim Fenster
manch einer raucht
oder schaut hinaus
beutelt ein Tuch vielleicht aus
lehnt sich ans Fensterbrett und schaut
isst
schläft
kommuniziert
paart sich nicht nur zur Reproduktion

(was leider nur selten
in seiner natürlichen Form
in der Natur beobachtet werden kann)

„Der Mensch“
wer würde so eine Dokumentation gezeigt bekommen?
Aliens
Beobachtern aus dem All
während ihrer Schulzeit
im Fach „Das Universum“

Was wenn das ganze Universum
Lebewesen wäre? Wer
bin dann ich? Wo
sind dann wir? Und überhaupt
welcher Teil?
Ist sein Name Sein?
Wahrscheinlich
können wir ihm dann
irgendeinen Namen geben
denn sein Name
beruht auf seiner Existenz

Ich halte inne
überlege
mir noch eine Zigarette zu holen
kämpfe ein bißchen
mit mir selbst
gebe dann aber doch dem Drang nach
und lasse alles
so stehen
wie es in diesem Moment steht

Die Ulmen

Veröffentlicht: Januar 7, 2015 in Übersetzungen
Schlagwörter:,

Fein wie der Staub gefiederter Fontänen blas-
end
Quer über die Laternen einer schwelgerischen Nacht,
Die winzigen Blätter des Aprils ersten Wachstums
Bestäuben die Bäume – so dunstig leicht,
Sie scheinen zu treiben, Brandungswellen aus smaragdenem
Schaum
Von Süden her gepustet auf seiner klaren luftigen
Ebbe
Anscheinend wenige Bäume als Dinge beglückt
Kommen vor der Welt der Gedanken welche
ihr zuhause war.

für eine Weile nur. Verwurzelt stark und schnell,
Bald werden sie sich zum Sommer hin
erheben
Ihre Bergmengen aus gewonnenem La-
ub.
Ihre unkörperliche Jahreszeit war schnell vergangen
Sie wuschen dunkel, und deshalb
mussten Bedürfnisse sterben
Da ja jede Erde zur Erde zurückkehrt zum Schluss.