Mit ‘Malerei’ getaggte Beiträge

Maler malen Stillleben,
Quitten, Zitronen, Birnen
und so weiter
und manchmal Gemüse und Äpfel
und andere Tomaten
und Coca Cola
und ich schau mir das an
und schreibe ab was ich sehe.

Ich schreibe über jede
Quitte und Zitrone und Birne und Traube.
Ich zähle sie ab
,weil der Leser ja nicht sieht wieviele ich sehe.
Und was bringt das?
„Vollkommen egal“ schreie ich
und schreibe weiter
ab was ich sehe
wie ein Schüler der eine Aufgabe bekommt.

Aber jeder braucht seine Übung, finde ich.
Ein Musiker probt doch auch Stücke
von anderen und ein Sänger singt
aus einem Gesangsbuch und
ein Maler malt eben Stillleben,
oder andere Dinge ab die er so sieht
die sich nicht bewegen und stehen,
sitzen, oder liegen bleiben und
er steht davor und malt
genau und ungenau
mehr, oder weniger abstrakt ab
was da so vor ihm steht,
liegt, sitzt und ihn anschaut
und dann komme ich und
schreibe es ab, damit auch ich was zum Üben habe.

Die andere Übung ist dann wieder
den ganzen Scheiß selbst zu erfinden.
Dann gehe ich hin zum Gemüsefach
im Kühlschrank und hole noch das bißchen Obst
,dass nicht abgelaufen ist
lege es woanders hin, als dort wo es bisher
lag und beschreibe was ich sehe,
aber ich kann es dann nicht mehr ‚Gemälde beschreiben‘ nennen

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Seid gegrüßt ihr geschätzten Leser des Lexemtentakels,

da es jetzt schon einige Gedichte von mir selbst zu lesen gibt und ich in diesen präapokalyptischen Zeiten kapitalistischer Weltherrschaft nicht immer die Muse besitze euch mit neuen Gedicht zu erfreuen die ich entweder durch Inspiration eingegeben bekomme, oder einfach für euch aus dem Hut ziehe, wenn mir nichts besseres einfällt, möchte ich euch von Zeit zu Zeit auch mit Gedichten alter Meister beglücken.
Jetzt bin ich vor ein paar Tagen bei meinem metaphorischen Recherchenspaziergang im worldwideweb über ein paar Gedichte gestolpert die Picasso selbst verfasst hatte und ich dachte: „Die wären es doch wert Übersetzt zu werden um sie auch dem (rein) deutschsprachigen Publikum zugänglich zu machen.“ Gedacht, getan und ich begann zu übersetzen. So einen enormen Arbeitsaufwand stellten die wortmalerischen Gedichte des Meisters nun auch nicht dar, also bekommt ihr, von heute an, jeden Tag dieser Woche ein neues Gedicht zu lesen.
Mit einem passenden Namen hat er sie zwar nicht versehen, aber sie lesen sich dennoch wie Bilder.

Gefunden habe ich die Bilder auf dieser Seite: http://dangerousminds.net/comments/picassos_poetry
einen weiteren link enthält der mich zu noch mehr Gedichten von Pablo Picasso führte:http://www.ubu.com/historical/picasso/picasso_sampler.pdf

Meine Übersetzungen findet ihr entweder immer ganz oben im Blog, oder gesammelt (was auch immer das bedeutet am Ersten Tag, bei einem Gedicht/Tag) hier:
https://lexemtentakel.wordpress.com/tag/pablo-picasso/

Wer nicht wusste, dass Pablo Picasso auch Gedichte schrieb wird vielleicht auch verwundert sein zu hören, dass auch der große Philosoph Aldous Huxley dichtete. Zumindest haben sich einige in meinem Freundes und Bekanntenkreis gewundert. Ich arbeite noch an Übersetzungen zu seinen Gedichtband, habe aber schon ein paar übersetzt. Zwei von diesen Gedichten findet ihr hier:
https://lexemtentakel.wordpress.com/tag/aldous-huxley/

Also liebe Leser
viel Spaß diese Woche mit Gedichten von Pablo Picasso
wünscht euch

Lexemtentakel

P.S.: die Gedichte sind immer um 18:00 Uhr online!!!

14 november XXXV

Veröffentlicht: Februar 14, 2015 in Übersetzungen
Schlagwörter:, , , , , ,

Eugenia duftend
kleine Kapelle von
Gitarre
Saiten
gekleidet in
Mohn
schwarzen
Karbunkeln

12 november XXXV

Veröffentlicht: Februar 13, 2015 in Übersetzungen
Schlagwörter:, , , ,

Junges Mädchen korrekt gekleidet in beige Mantel mit violetter Verkleidung 150.000
– 300 – 22 – 95
Centime eine Madapolam-Kombination kariert angepasst mit einer
Andeutung zu
Hermelin Fell 143 – 60 – 32 ein Brassière die offenen Kanten der Wunde getrennt
gehalten von
Handpulleys machen das Kreuzzeichen parfümiert mit Käse
(Reblochon) 1300 –
75 – 03 – 49 – 317.000 – 25 Centime Eröffnung aktuell hinzugefügt an jedem
zweiten Tag
eingelassen in Haut mit Zittern wachgehalten von der sterblichen Stille der
Farbe Verlockung Genre
Lola von Valence 103 plus dem verträumten Blick 310 – 313 plus 300.000 –
80 francs –
15 Centime für einen vergessenen Blick zur Kommode Strafen zugezogen
während des Spiels
– wirft den Discuss zwischen den Beinen mit einer Reihenfolge von Fakten welche
ohne Grund zu
alles bestanden dadurch, dass sie sich ein Nest gemacht und in manchen Fällen
verwandelten sie sich
in das begründete Abbild der Tasse 380 – 11 plus Ausgaben, aber das so
akademische Zeich-
nungs Modell für die ganze Geschichte von seiner Geburt bis zu diesem Morgen weint nicht
selbst wenn ein
Schritt auf dem Finger der zum Ausgang zeigt, aber aus seinem Blumenstrauß spuckt mit
dem Trink
-glas nur der Geruch organisiert in Regimenten und prangend bei der Flagge
vorne nur wenn das
Gekitzel des Verlangens nicht den verheißungsvollen Platz entdeckt um die
Sardine in einen
Hai zu transformieren wird die Einkaufsliste länger nur von dem Moment an ohne
dem unabwendbaren
Halt am Tisch zur Essenszeit um schreiben zu können während in der
Mitte von so
vielen Hyperbeln zu sitzen mit Käse und Tomaten

10 november XXXV

Veröffentlicht: Februar 12, 2015 in Übersetzungen
Schlagwörter:, , , , , , ,

am Esszimmertisch über einem kolossalen Teppich Farbe getrockneten Blutes der
Aschenbecher
vollgepackt mit Stummeln aussehend wie des kleinen Tods Kopf der
seine Zunge mir herausstreckt
heute in gerade dieser Nacht 10. November 22:15 Uhr schon
was mit dreiviertel
mehr 23:00 Uhr auf der Uhr ergeben sollte die dann zum Vierten schlägt

17 august XXXV

Veröffentlicht: Februar 10, 2015 in Übersetzungen
Schlagwörter:, , , , , , , ,

ein Tasse Kaffee umwirbt das Aroma für immer
das korumpiert den Flügel der ein Harmonium schüttelt
liebkosend ihr scheues weißes Fleisch wie
Küsse die durchs Fenster geweht werden
den Raum füllend mit goldzeisigen Wörtern flatternd
im Ohr geräuschlos und singend
und lachend verrückt trillernd durch seine Venen

15 august XXXV

Veröffentlicht: Februar 9, 2015 in Übersetzungen
Schlagwörter:, , , , , , , ,

ich bin jetzt hier im Nest, wo die Lämmer und der Bär – der Löwe und
das Zebra – der
Wolf und der Panther – der Fuchs, das Winter und das Sommerwiesel –
der Maulwurf und das
Chinchilla – der Hase und der Sand weben in Stille über einer
verlassenen Treppe
nachdem die Party die Woche gewaschen und ausgerungen hatte, das Taschen
regnet ein
Parfume das umherwandert auf der Suche nach seiner Form an einem traurigen Nachmittag welcher
so viele
Gründe hat sich in das ölige Blau einer Daunendecke zu erstrecken; sein Augenwinkel
reißt ertrinkend in
Stücke die Landschaft die er gesichtet an dem Platz wo der Bienenstock sehnt
um Eis zu formen