Mit ‘Licht’ getaggte Beiträge

Nacht

Veröffentlicht: August 9, 2016 in Gedichte aus dem Hut
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Die Nacht ist dunkel
draußen vor dem Fenster
in den von Licht
versteckten Fenstern

Drinnen scheint Licht
über die Stellen
von denen die Dunkelheit
verdrängt wurde

Stimmen ertönen
aus dem Dunkel
von unten
von der Straße

In den Hinterhöfen
spielen Kinder
Menschen rufen
Autos fahren

Eine Glocke läutet in der Ferne
vielleicht zu einer abendlichen Messe
Das Umspannwerk arbeitet fröhlich dahin
Wenn alles leise sein sollte

Aber auch die Waschmaschine geht
verbreitet Lärm aus dem inneren
der Wohnung in einem der Häuser
in der nächtlichen Siedlung

Geräusche sterben nie
wenn einer da ist sie zu hören
und wahrscheinlich auch dann
ertönen sie noch immer – ungehört

Die Nacht bleibt dunkel
bis zu Tagesanbruch
sucht jeder eine Mütze Schlaf
um Energie zu tanken

Wenn der Tag anbricht
wird es langsam hell
Dunkelheit wird
in Lauerstellung getrieben

Wartend bis zu nächsten
Nacht
um wieder
die Oberhand zu haben

Stimmen kommen
und gehen wieder
in ihrer Abwesenheit
hört man auch

Licht im Raum

Veröffentlicht: August 5, 2016 in Lyrik allgemein
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Das Licht strahlt
hell von den Glühbirnen
über mir herunter
es erhellt
den Raum klarerweise
von oben herab
aufgrund ihrer
Positionen im Raum
Auch die drei
Bildschirme vor mir
die der Größe nach aufgereiht
vor mir sind
strahlen eine Art
Licht ab

– Computerlicht –
die Farben
der geöffneten Internetseiten
von denen die Größeren beiden
Bildschirme dieselbe zeigen
und die dritte
zufälligerweise
ähnliche Farbkombinationen besitzt

Das Deckenlicht spiegelt sich
in der Glastür der Vitrine
und auch in der Fensterscheibe
hinter dem Vorhang

Licht
ohne dich könnt ich nicht
lesen
Licht
ohne dich könnt ich nicht
gefahrlos spazieren
Licht
ohne dich könnt ich nicht
die Sachen machen die ich so mach
aber sehen schon
nur nicht sehr weit (oder viel)
denn blind wär‘ ich nicht
Licht
ohne dich könnt ich viel nicht
Licht
bist du mit Absicht?

Wenn die Bildschirme
auf Standby gehen
werden sie schwarz
und spiegeln
im richtigen Winkel
auch das Deckenlicht
und der Mittlere:
mich
Und das auch das Bild
der Haltestelle
ober mir
an der Wand im Hintergrund

Das Licht er hellt den Raum
wenn es draußen nachtet
und die Abwesenheit der Sonne
Platz macht für den Mond

Sitzend hier vorm schönen
Laptop um ein Gedicht zu tippen
draußen prasselt der Regen
und rinnt am Fenster hinunter
wie die Tränen meiner
vom Bildschirmlicht langsam
austrocknenden, nichtblinzelnden Augen

Stattdessen funktioniert twitter
damit mehr von der Welt es wissen
ich bin nicht nur hier
sondern überall vertreten

jeder kann lesen
jeder kann sehen
(außer die Analphabeten
und die Blinden versteht sich)

die Welt
ultraconnected
ultraschnell
Ultraschall
denn jeder kann hören
(außer die Tauben
und die, die es nicht wollen)

Schrei im Cyberspace

das Internet lacht
das Internet kommentiert
das Internet kritisiert
und vieles mehr
und du bist eine Ameise
welche? fragst du
und ich zeige hin
zum Ameisenhügel und sage:
na, die da!
und du gehst hin mit dem Gesicht
um genauer zu sehen
und sie sprühen dich an
Mistviecher! schreist du
und der Geist des Waldes lacht

unconnected

Dieser Atem von dir
sichtbar im Winter
der Schleier steigt auf
über das Unsichtbare
vom Sichtbaren
du bist die umherirrende Seele
im kristallenen Kreis
des Monokels
oder Licht im Lichtstrom
strömend
eine Figur im zerfetzten Schwarz
Gewebe
kaldäischer Priester
aufsteigend spiralförmig nach oben
wie Rauch & nicht mehr

Veröffentlicht: Februar 8, 2015 in Ohne Titel, Sonette
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Jetzt sitze ich bei Whiskey.
Es ist noch nicht 6 Uhr.
Trotzdem trink ich ihn pur,
den Whiskey.

Zu viel trinken ist auch risky,
manchmal stell ich auf stur.
Und das Rauschen wird zu Kur,
doch es ist nicht der Key.

Rauchverhüllt,
doch nicht verkühlt,
denkt man vor sich hin;

versteckt vorm Licht;
verschwommene Sicht;
ich frag mich wer ich bin.

Sonnenlicht

Veröffentlicht: Dezember 12, 2014 in Lyrik allgemein
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Licht strahlt durch den Vorhang
endlich scheint die Sonne wieder
ich habe sie so sehr vermisst

Das Licht blendet mich leicht
wenn ich den Kopf nicht richtig halte
aber ich bin zu faul
mich umzusetzen

Lichtstrahlen auf meiner Netzhaut
grüßen mich von der Sonne aus
und machen den Bildschirm spiegeln

Ich versuche das Licht einzufangen
wie die Schildbürger
nur in Schrift um es danach freizulassen

in einem Haus ohne Fenster
„Let the love shine a light“ heißt es
also bringe ich auch Glühbirnen an
in jeder Ecke des Hauses

Meine Stromrechnung schießt in die Höhe
doch zum Glück ist da die Sonne
die meine Wange mit ihren Strahlen kitzelt

Zum Glück ist da die Sonne
die mich grüßt
und den Tag erhellt