Mit ‘Alkohol’ getaggte Beiträge

Alkoholsuchtzucht

Veröffentlicht: Juni 2, 2016 in Gedichte aus dem Hut
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Jetzt endlich
darf ich ein Bier trinken
ich denke ich möchte
nicht nur trinken
sonder wirklich hart
daran arbeiten
eine handfeste
Alkoholsucht in mir zu züchten
so wirklich grausig

Ich habe ja
gehört, dass
man schon mit
zwei ganzen Bieren
täglich
also Alkoholiker zählt
ich glaube das kann
ich schaffen

Vielleicht geht es ja
auch so durchschnittlich
So am Samstag einmal
14 und dann nicht mehr
aber wenn
ich dann unter der Woche
mal eines
oder zwei
oder auch drei
mehr trinke
dann hätt ich
glaub ich
wirklich
ein problem
hm weil mehr
als zwei
wenn auch durchschnittlich
sollte man wirklich nicht

vielleicht trink ich dann
einfach mal meine 14
und rauch an mindestens
einem der anderen Tage
einen Joint
einen dicken fetten
mit bluntpapers
mindestens
dann wär ich wirklich
ein harter Junkie

(ohne mich jetzt
über wirkliche Drogenabhängige
lustig machen zu wollen
die, die so auf Substis und
tiafm unterwegs sind.
die sind wirklich arm)

ich muss noch ein Gedicht
schreiben. nein, muss ich
nicht, denn niemand zwingt
mich, wirklich. Fucking
niemand, wieso kommt
der immer rauf und
zwingt mich ein Gedicht
zu schreiben? Das Leben
ist manchmal seltsam.
Immer diese, Bewohner von
unten. Wie meine Sack
Ratten. Immer jucken sie
und liegen mir in den Ohren
nachdem ich mir die Ohren
kratze. Schreib ein
Gedicht sagen sie und
er auch. Niemand der
Arsch. Und dann sitze ich,
habe eine Waffe am Kopf
und muss irgendetwas
in Versform abtippen
nur um morgen, bzw
dem Tag danach wieder das
selbe erleben zu müssen.
Manchmal kommt halt etwas
ernsthafteres dabei
heraus als an anderen Tagen.

Ich wünschte ich
hätte Alkohol und keinen
Job und genügend Zeit
mich mit Niemand zu unterhalten
so ganz besoffen und dann
würde ich die leere
Whiskey oder Bierflasche
nehmen und dem Arschloch
den Schädel einschlagen.
Dann fällt mir aber wieder
ein, dass ich …
nichts fällt mir ein
leere in meinem leeren Hirn
Alkohol in meinem alkoholisierten Hirn
und so weiter
und so fort
und immer so
weiter …
Ich glaube ich gehe schlafen

Des Nachts

Veröffentlicht: August 8, 2015 in Lyrik allgemein
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„Spät ist’s“
dachte er sich
sein Bier trinkend
und die Stille in
seinem Kopf pulsieren fühlend
so wie das Summen
der Elektrogeräte in der Küche
(vermutlich der Kühlschrank)
(vermutlich …)

Stimmen draußen
in der Nacht
Autos waren nicht zu hören
während er es
trotzdem versuchte

„Wir haben auch Motten“
fiel ihm auf
diese kleinen, weißen
schmetterlingartigen Tierchen
„Gegen die muss was getan werden“
„So schnell wie möglich“
Er hasste Motten, denn
ihm war die Kleidung lieb
Löchrig waren seine Socken
ohnehin schon, aber
töten konnte er sie auch nicht

Immerhin konnte er sie ja
beobachten wie
sie da am Tisch umherkrabbelte
das kleine Vieh, dass
ihn doch auch an
Mothra erinnerte, aus
Godzilla. Irgendwie verschluckte
er sein leben lang das ‚d‘
Go[d]zilla, aber wies in dem Film
war konnte er sich nicht mehr
entsinnen. Es war schon lange her.

Es war spät
und ihm fiel
nichts mehr ein was
er tun hätte können.
Er wär gerne wieder
betrunken, aber
das ging nicht. Es
ging schon, aber nach
dem Aufstehen sollte doch etwas ernsthaftes
passieren. Wieder einmal. Wieder.

Sein Kopf war schwer.
Autos hörte er zwar jetzt
Das Summen der Geräte war auch noch
da
,aber …

Endlich gesiedelt
alles
in der neuen Wohnung
der ganze Scheiß den man so ansammelt
viel zu viel Scheiß
von dem man sich aber auch nicht trennen kann
,oder will
und der andere, von dem man es muss
life’s becoming tough on the shitroad named everyday
but hopefully not
die ganzen Bücher
tragen, einräumen, nochmals ausräumen, weil was nicht passt
und wieder rein damit
und dann der Rest
für den man keinen Platz mehr hat, jetzt
hier
soviel was stört
aber egal

der Fliesenleger beginnt
die Fliesen zu legen
ich sitze im Wohnzimmer voller Umzugskartons
und den Medikamenten-Leihbehältern die
auch zum Siedeln herhalten mussten
und lese Raymond Carver und frage mich
warum ich mich nie traute
mir eine Sucht anzugewöhnen
klingt ja immer irgendwie lässig
wenn man davon liest
Hemingway, Burroughs
habens ja auch irgendwie geschafft
trotzdem zu schreiben
und muss mich da mit Nüchternheit plagen

…um es mit dem rest des Internets auch noch zu teilen

TIME

A Brooklyn teenager’s poem somehow made its way across the Atlantic Ocean to a bar in London, where it was printed and tacked up in a bar. When someone there took a photo of the paper and posted it on social media, it quickly made the rounds on the Internet.

The poem, „Worst Day Ever?,“ seems to have originally been posted on PoetryNation by Chanie Gorkin, who describes herself as „an 11th grader at an all girls‘ high school in Brooklyn, NY. She enjoys writing and music.“ On first read, it presents a very gloomy tone, but a twist at the end casts the message in a new light.

Ronnie Joice posted a photograph of the poem on Twitter:

Exactly why someone printed the poem in the bar remains to be seen, but its popularity seems to be very good news for…

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Veröffentlicht: Februar 10, 2015 in Lyrik allgemein, Ohne Titel
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I don’t want to drink
I don’t want to drive
I just want to lay down and dive
into dreams I never had
into dreams that don’t make me sad

Veröffentlicht: April 13, 2014 in Ohne Titel, Sonette
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Alles steht
nichts bewegt sich weiter
die Erde dreht
den Alkohol der Menschen heiter

Alles geht
es wartet der Fighter
doch ihm gegenüber sitzt
der tippende writer

Wie die Spiegelwelt
sieht er alles an
und gibt wieder

Alles Geld
fasst sie nicht an
hört auch nicht die Lieder