Archiv für die Kategorie ‘Sonette’

In der Nacht
ist es dunkel
aber die Geräusche
enden nicht

lärmende Autos
auf dem Weg
irgendwohin
nach Hause

Reifen
Motoren
und ihre Benutzer

und der Strom
surrt versteckt
in Körperlosigkeit

Drinnen und Draußen

Veröffentlicht: Dezember 2, 2015 in Lyrik allgemein, Sonette
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Er saß vor dem Fernseher
Das Bild flimmerte
Zwischen durch flammte das Testbild auf
Er sah mit ausdruckslosen Auge zu

Draußen schien die Nacht
Ein paar Nachtfalter waren unterwegs
Man hörte die Grillen beim Zirpen
Der Mond war gerade voll

Zwei grundverschiedene Welten
Getrennt durch Gemäuer und Fenster
Das Fernsehen rauscht im Hinterkopf

Draußen Frischluft
Drinnen nicht
Jeder spielt sein eigenes Spiel

#ozymandias

Veröffentlicht: September 9, 2015 in Lyriklinks, Sonette
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http://www.theguardian.com/books/gallery/2011/may/11/authors-typewriters-in-pictures

Veröffentlicht: Februar 8, 2015 in Ohne Titel, Sonette
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Jetzt sitze ich bei Whiskey.
Es ist noch nicht 6 Uhr.
Trotzdem trink ich ihn pur,
den Whiskey.

Zu viel trinken ist auch risky,
manchmal stell ich auf stur.
Und das Rauschen wird zu Kur,
doch es ist nicht der Key.

Rauchverhüllt,
doch nicht verkühlt,
denkt man vor sich hin;

versteckt vorm Licht;
verschwommene Sicht;
ich frag mich wer ich bin.

Ein fauler Tag

Veröffentlicht: Dezember 22, 2014 in Sonette
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Heut bin ich faul, denn ich bin fett
viel lieber wär ich noch im Bett
der Arzt kommt morgen auf Besuch
er wird begrüßt, von moderndem Geruch

ich begrüße ihn sehr nett, aber
erschlage ihn mit einem Brett
der Arzt fällt blutend auf den Boden und
ich trete ihm noch in die Hoden

vor Wahnsinn lachend, renne ich im Kreis
um den verblutenden Arzt herum
und werfe ihn vom Balkon zum Fleiß

und bleibt er dann liegen – stumm
Ob ich weiß was ich getan hab‘, fragst du? Ja, ich weiß!
Doch wer schaut jetzt von uns beiden dumm?

Wüstensonne

Veröffentlicht: August 31, 2014 in Sonette
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Die Sonne scheint im Orient
dorthin wo sie keiner kennt
tief bis hin zur letzten Düne
verbrennt sie die Schuld und auch die Sühne

Unter der Sonne der Wüste braucht man keinen Cent
dort braucht den, der einen beim Namen nennt
Eine Brille, egal ob violett, braun, oder eine grüne
schmilzt vor dir die heiße Bühne

Dort wo der Wind dich hintreibt
hast du die Disziplin dir einverleibt
und stehst nicht annähernd im Regen

In der Wüste regiert die Hitze
sie brennt dein Leben aus der letzten Ritze
dort sollte man die schönen Gedanken pflegen

Veröffentlicht: Juli 12, 2014 in Ohne Titel, Sonette
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Ich sitze beim Film und esse mein Popcorn
dazu trinke ich Cola
und denke: „How wild was I born?“
neben mir die geile Lola

Der Kirche ist sie im Aug ein Dorn
abends lese ich ihr vor aus Emile Zola
nach unserem ganz privaten porn
sind wir beide heftig bi-polar

auch jetzt ist ihr Kopf in meinem Schoß
ich stöhne: „beeil dich, der Film geht los!“
doch sie wird immer wilder

Auf und nieder geht ihr Kopf
ich kann’s nicht mehr halten, ich armer Tropf
für einen kurzen Moment vergiss ich den Film und seine Bilder

Veröffentlicht: April 13, 2014 in Ohne Titel, Sonette
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Alles steht
nichts bewegt sich weiter
die Erde dreht
den Alkohol der Menschen heiter

Alles geht
es wartet der Fighter
doch ihm gegenüber sitzt
der tippende writer

Wie die Spiegelwelt
sieht er alles an
und gibt wieder

Alles Geld
fasst sie nicht an
hört auch nicht die Lieder

Veröffentlicht: April 13, 2014 in Ohne Titel, Sonette
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Grüne Fee
smooth die Musik
keine Alternative zum Tee
eher hemmingwayesk statt brusig

Ich rätselte
mir die Finger rußig
mach ich’s eh?
oder ist’s stumpfsinnig

Drum einen Schluck
vorm weiterschreiben
im Lokal

Bevor ich auf den Boden spuck
vom seelischen Aufreiben
kann nicht schlafen – also egal