Archiv für die Kategorie ‘Lyrik allgemein’

In der Nacht
ist es dunkel
aber die Geräusche
enden nicht

lärmende Autos
auf dem Weg
irgendwohin
nach Hause

Reifen
Motoren
und ihre Benutzer

und der Strom
surrt versteckt
in Körperlosigkeit

Advertisements

Licht im Raum

Veröffentlicht: August 5, 2016 in Lyrik allgemein
Schlagwörter:, , , , , , ,

Das Licht strahlt
hell von den Glühbirnen
über mir herunter
es erhellt
den Raum klarerweise
von oben herab
aufgrund ihrer
Positionen im Raum
Auch die drei
Bildschirme vor mir
die der Größe nach aufgereiht
vor mir sind
strahlen eine Art
Licht ab

– Computerlicht –
die Farben
der geöffneten Internetseiten
von denen die Größeren beiden
Bildschirme dieselbe zeigen
und die dritte
zufälligerweise
ähnliche Farbkombinationen besitzt

Das Deckenlicht spiegelt sich
in der Glastür der Vitrine
und auch in der Fensterscheibe
hinter dem Vorhang

Licht
ohne dich könnt ich nicht
lesen
Licht
ohne dich könnt ich nicht
gefahrlos spazieren
Licht
ohne dich könnt ich nicht
die Sachen machen die ich so mach
aber sehen schon
nur nicht sehr weit (oder viel)
denn blind wär‘ ich nicht
Licht
ohne dich könnt ich viel nicht
Licht
bist du mit Absicht?

Wenn die Bildschirme
auf Standby gehen
werden sie schwarz
und spiegeln
im richtigen Winkel
auch das Deckenlicht
und der Mittlere:
mich
Und das auch das Bild
der Haltestelle
ober mir
an der Wand im Hintergrund

Das Licht er hellt den Raum
wenn es draußen nachtet
und die Abwesenheit der Sonne
Platz macht für den Mond

Regen

Veröffentlicht: Juni 4, 2016 in Lyrik allgemein
Schlagwörter:, , , , , ,

draußen regnet es
immer wieder
manchmal nicht
meistens eigentlich
scheint Sonne

jetzt wieder
vorhin nicht
ob es kalt ist
weiß ich nicht
im Zimmer
ist heiß

ich mag Regen
von drinnen betrachtet
aus sicherer
Entfernung
im Trockenen

Veröffentlicht: Mai 27, 2016 in Lyrik allgemein, Ohne Titel
Schlagwörter:, , , , , , , ,

Die Straßen verlaufen flach in San Jose
über den Rio Grande
Staubig ist der Weg der Meskalitos
auf ihrem Weg Richtung Wüsteneinsamkeit

Farbig ist das Personal das uns die Schuhe putzt
aber ohne sauberen Schuhen geht es wohl nicht
Ohne sauberen Schuhen kann man nicht in den Sumpf
In den Sumpf der tausend Dämonen

Donner grollt, ein Blitzt durchzuckt den verdunkelten Nachmittag
regen fällt keiner mehr, aber die Wolken sind noch da
Im Schatten bewegen sich Gestalten versteckt dahin
Dort wo das Licht in Kessel gefangen wird

In den höhen Hosianna und auf Erden der Koboldkönig
eins mit allem sind sie nie gewesen
bis der Krieg sie teilte und jeder mit Blut die Linien zog
um sein Territorium mit Terror zu regieren

Abends

Veröffentlicht: Mai 25, 2016 in Lyrik allgemein
Schlagwörter:, , , , , , ,

hello world
it’s me again
i’m sitting here on my couch

latop is blocking
the sight of the turned off
televisiondevice
(both devices, actually)

Zeitsprung in eine andere Sprache
zu einer anderen Zeit
in der Gegenwart
,der Zukunft der Vergangenheit,
auf der eingeschlagenen Zeitlinie
vor der eigenen Zukunft stehend
(in der Gegenwart, versteht sich,
die sich immer allgegenwärtig befindet,
warum auch immer)

Jetzt schauen mich auch noch die
Bilder an. Still,
beobachten sie mich
ihre gesichts-
und gesichtslosen Blicke
starren still vor sich hin
mich an

Nur die Vögel sind zu hören
wie sie zwitschern
und irgendwelche Lieder singen
die ihnen zur Kommunikation dienen

Die Sonne geht unter
es ist Abend und die Hebebühne
hebt stetig weiter

C u at night dear
we can sing and dance
we can still enjoy the night
after the day has left us

Ein Blatt fällt

Veröffentlicht: Mai 23, 2016 in Lyrik allgemein
Schlagwörter:, , , , , ,

Du bist kein leeres Blatt
denn du bist kein Blatt
du bist der weiße Teil
meines Bildschirms
der sich von diesen Buchstaben
beschreiben lässt

Alles kann ich
aber dann doch nicht machen
nur was
mir das Regelwerk
der mir vorgegebenen Tastatur
mich machen lässt

Also schreibe ich
anstatt es zu lassen, anstatt
Platz für richtige Worte
zu verschwenden durch
die Verwendung angehäufter
einzelner Buchstaben die
häufig wiederholt keinen
Sinn ergeben außer den
Eindruck eines mit
Buchstaben beschmutzen Blattes
aufgrund des Aussehens ihrer
Anordnung UND
du sitzt

und du denkst über das Aussehen nach
nichts ahnend, außer
der Feststellung, dass
Buchstaben ein Blatt nie verschmutzen
nur gelegentlich ihre Anordnung
durch den Einfluss des Anordners

Und plötzlich war das Blatt
nicht mehr leer
zumindest
ein kleines bißchen weniger

Ein Blatt fällt
von einem Baum irgendwo
im Schein der Sonne

Veröffentlicht: Dezember 14, 2015 in Lyrik allgemein, Ohne Titel
Schlagwörter:, , , , , , , ,

Permanentes schauen in strahlendes Licht

Reimt sich nicht mit dem Leben

Ohne Fleiß passiert meist nichts

Charisma allein hilft auch nicht

Regt mich zu oft auf

Am Abend und besonders in der Früh

Stehe ich da vor ungetaner Arbeit

Trotz Motivation habe ich keine Lust

Im Himmel fallen Stern ins multiverselle Chaos

Nichts ist wie es scheint

Am Abend gingen die Lichter aus und

Träume fingen an sich zu materialisieren

Im nächtlichen Raum der Schlaflosigkeit

Oben an der Decke die ich anstarre

Nie wird es je wieder so sein wie früher

Über den Vorhang

Veröffentlicht: Dezember 11, 2015 in Lyrik allgemein
Schlagwörter:, , , , , , , , , ,

Manchmal habe ich Angst
Verrückt zu werden
Durchzudrehen
Den Verstand zu verlieren
Weil ich sehe

Doch sehe ich nicht
Ich weiß
Habe das Wissen
Über den Vorhang

Dieser übersinnliche Vorhang
Der uns trennt
Uns fleischgewordene Existenzen
Von dort

Dort von der spirituellen Welt
In der alles möglich ist
Gott und Pan zusammen
Bei einer Tasse Tee
Mit Buddha im Bambushain
Im Schatten

Wie gern nur wäre ich dort
Doch nicht einmal sehen
Darf ich
Nur wissen

Wie sehr zieht es mich fort
Immer dann
Wenn das Wissen ruft
Und das Herz beflügelt

Drinnen und Draußen

Veröffentlicht: Dezember 2, 2015 in Lyrik allgemein, Sonette
Schlagwörter:, , , , , ,

Er saß vor dem Fernseher
Das Bild flimmerte
Zwischen durch flammte das Testbild auf
Er sah mit ausdruckslosen Auge zu

Draußen schien die Nacht
Ein paar Nachtfalter waren unterwegs
Man hörte die Grillen beim Zirpen
Der Mond war gerade voll

Zwei grundverschiedene Welten
Getrennt durch Gemäuer und Fenster
Das Fernsehen rauscht im Hinterkopf

Draußen Frischluft
Drinnen nicht
Jeder spielt sein eigenes Spiel

Wartend

Veröffentlicht: Dezember 1, 2015 in Gedichte aus dem Hut, Lyrik allgemein
Schlagwörter:, , , , , , , ,

Zuhause sitzend und wartend
wann die Geliebte doch endlich
wieder nach hause kommt

Zuhause sitzen und sich die Zeit vertreibend
wann er doch endlich
ihr was gutes zum Essen machen durfte

Immerhin arbeitete sie hart
während er nur zu Hause saß
und sich die Zeit mit Planungen vertrieb

Pläne zum Essen, zum Putzen, zum Arbeiten
in dem von ihm abgesteckten Rahmen
der eigenen vier Wände

Er träumte den Tag vor sich hin
In Visionen der Götter und der Zeit
hinter verschlossenen Augen

Geschichten im Zeitplan des Auges
Das Auge der Zeit im Fuhrwerk
des gewünschten Fortbewegungsmittels

Sie kam nicht und er
driftete immer weiter ab
in visionäre Halluzinationen

Immerhin war er müde
So konnte er seinen Geist nicht bändigen
der selbstständig eigene Geschichten spinnte

So blieb er sitzen, träumend,
und wartete die zeit ab, der er
beim Vergehen zusehen durfte